Vita

KUNST, DIE AUS DEM RAHMEN FäLLT

Die Bilder von Ymmerwahr fallen aus dem Rahmen – im übertragenem, aber auch im wortwörtlichen Sinn. Nicht wenige ihrer in mehrfacher Hinsicht „herausragenden“ Arbeiten kommen ohne herkömmlichen Rahmen aus. Sie korrespondieren mit schwebenden Pendeln, sie sind auf gewölbte Flächen – eigentlich ein Widerspruch in sich – gemalt, sie sind auf runde Tischplatten aufgetragen, sie sind als Dreiecke in rechte Ecken gezwängt, oder sie schmiegen sich sogar rund um eine Säule.

„Ungerahmt“ ist offenbar das Markenzeichen der eigenwilligen Künstlerin. Auch ihre auf Leinwand gemalten Bilder sind nicht in eine feste Umrahmung gefasst. Sie verleugnen einen vorgegebenen strengen Bildrand, sie überschreiten beständig die Grenzen. Ihre fließenden Formen und Farben lassen sich in keinen Rahmen pressen. Ymmerwahrs Bilder sind gemalte Grenzüberschreitungen. Sie durchbrechen absichtsvoll die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion, zwischen Kunst und Leben, zwischen Traum und Alltag, zwischen dem Sinnlichen und dem übersinnlichen.